• Mary

Die Tage der Tage sind gekommen...

Wie reagieren Familie und Freunde auf den "verrückten" Plan seine Wohnungen zu kündigen und in einen Wohnwagen zu ziehen?



Bei Marie war es Anfang der Woche schon soweit. Essen gehen mit den Mädels stand auf dem Plan. Zu den Mädels gehört nebenbei auch ihre jüngere Schwester/ beste Freundin. Den Masterplan preisgeben wollte sie eigentlich auch erst dann, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Jedoch platzte es zwischen Vorspeise und Hauptgang aus ihr heraus: "Mädels, ihr steht doch hinter all dem was ich tue oder?..." Die Augen der Freundinnen sprangen auf und alle nur so: "Was kommt jetzt?!". Eine der vier meinte aus Spaß: "haha - du ziehst in ein Wohnmobil und tourst durch die Welt." Und Marie nur so: "Ja!". Große Augen und dann breite grinsende Gesichter. "Hammer!" "Das unterstütze ich sofort" "Darf ich mit?". Marie war überwältigt von der tollen Resonanz. Ihrer Schwester sah sie jedoch an und las in ihren Augen, dass sie ihre große Sis erneut an die große weite Welt "verlor". Marie ist erst dieses Jahr aus fast 10 Jahren Leben in Hamburg zurück in die Heimat zu ihrer Familie und Freunde zurückgekehrt und nun will sie schon wieder los. Nach einem kleinen Schnack nach dem Essen unter Schwestern, war auch Theresa versichert, dass unser Ankerpunkt immer Koblenz und der Hunsrück sein wird und ein fester und ofter Bestandteil unserer Routen. "Hab dich lieb und du weißt ich bin immer für dich da", waren die Worte der kleinen Schwester, bevor jede in ihr Auto stieg und ich mit einem grinsendem Gesicht auf dem Parkplatz stand.

Der erste Schritt war getan. Jetzt ging es erst einmal darum, unseren Plan in die Tat umzusetzen. Freitag - 16 Uhr - Termin bei der Bank. Alle Unterlagen waren bis aufs kleinste Detail vorbereitet. Leider stellte sich nach nur 5 Minuten nach Maries Betreten des Raumes fest, dass wir diese gar nicht erst auspacken sollten. Ein Bewohner hatte nämlich den Platz hinter dem Schreibtisch eingenommen. Vielen Dank übrigens an Herrn Tobias Beck für dieses tolle Synonym. Für unser bis dato eingeplantes Budget bekommen wir keinen Cent zu sehen. “Wie wäre es denn mit einer kleineren Wohnung? Da hätten wir zumindest eine Sicherheit. Und im Wohnwagen leben? Wer macht das schon? Urlaub ja - aber wohnen?”. Dass sie nicht gesagt hat, dass unser Vorhaben nicht der gesellschaftlichen Norm entspricht war alles. Leicht geknickt haben wir die Bank verlassen. Doch so leicht lassen wir uns ja nicht unterkriegen - immerhin haben wir dem Bewohner der Bank ja auch versprochen dass wir unseren Traum verwirklichen :-P. Nach einer Runde grübeln bei einer Tasse Cappuccino beschlossen wir uns an unsere PCs zu schwingen und Plan b ins Laufen zu bringen. Online Kreditangebote wurden angefragt, Autos und Co wurden recherchiert und tadaaaa schon entstand unsere neue Idee des 6 Personen Wohnwagens mit einem VW Touran als Zugfahrzeug. Und siehe da- die Postbank macht uns ein super Kreditangebot. Selber Tag, nächster Schritt. Markus Eltern freuten sich schon sehr über unseren Besuch. Am Küchentisch sitzend fragte Markus Papa dann “was es denn sonst noch so Neues gibt”. Stille. Markus und Marie schauten sich an und dann eröffnete Markus seinen Eltern unseren Plan. Erster Schockmoment - dann ein Lachen. “Kinners- wenn das euer Traum ist dann müsst ihr ihn verwirklichen”. Sie wollten natürlich alles ganz konkret wissen und hingen an unseren Lippen. Markus Papa, Ex Finanzguru versicherte uns, dass wir mit dem Kredit nichts falsch machen können und Markus Mama war beruhigt als sie erfuhr dass Familienplanung nicht außer Frage stand. Etwas essen konnte sie vor Aufregung trotzdem nicht :-D Beflügelt von dem ganzen positiven Wind unter unseren Flügeln, ließen wir den Abend entspannt mit einer kleinen Runde zusammen mit Toni ausklingen. Denn wir mussten uns auch mental auf den morgigen Tag vorbereiten. Da ging es nämlich dann zu Maries Eltern... ...Nach einer schmackhaften Donauwelle war Marie nun an der Reihe unseren Traum ihren Eltern zu erzählen. “Mama und daddy - wir müssen euch was sagen… “. “Ihr zieht zusammen”, meinte Maries Mama sofort. “Kann man so sagen… Wir ziehen zusammen in einen Wohnwagen”. Daddy's Mundwinkel gingen nach oben, Mama Heike riss die Augen für einen kurzen Moment auf, dann reagierten sie aber beide völligst cool. Daddy schaute sich die vorbereitete Budgetplanung an - man weiß ja worauf Eltern Wert legen :-P - und Maries Mama hörte sich den Plan nochmal genau im Detail mit an. Natürlich wurden wir auch nach unseren Zukunftsplänen gefragt. “Ihr seid verrückt - aber ihr macht das schon :)”, waren Mamas Worte während Daddy schon auf dem Weg in den Stall war um Zubehör für den Wohnwagen zu holen. Maries Oma reagierte tatsächlich auch sehr entspannt. “Widder - immer wieder was Neues“ Markus und Marie schauten sich an und fingen an zu lachen. “Na dann haben wir unser Logo wirklich gut ausgewählt”, war unsere Antwort. Vielmehr als WOW konnten wir gar nicht sagen. Solch ein Gefühl, dass alle Menschen die uns so am Herzen liegen, uns unterstützen, beflügelt uns in unserer Traumverwirklichung. Wir wissen, dass wir mit dieser positiven Energie unsere Flügel ganz weit ausbreiten können um loszufliegen.


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